Über Barbara

Beraterin · TRIZ-Expertin · Autorin

Barbara Gronauer

Barbara Gronauer im Gespräch mit einer Kundin

Dies ist ein Moment aus meiner Arbeit, der mir schon öfter so begegnet ist.

Im Gespräch mit einem Geschäftsführer nach einem langen Tag bestellte er noch einen Kaffee, obwohl es schon spät war. Er wirkte nicht erschöpft, sondern wie in seine Gedanken versunken.

„Wir schulen, wir diskutieren, wir holen externe Berater“, er schaute mich an und sprach wie zu sich, „Und trotzdem scheinen wir uns im Kreis zu drehen.“

Wir sprachen noch eine Stunde. Irgendwann sagte er: „Eigentlich weiß ich schon lange, was das Problem ist. Meine Leute sagen es mir ständig. Ich will es nur nicht hören.“

Und jedes Mal steckt darin dasselbe: nicht zu wenig Wissen, sondern zu wenig Raum für das Wissen, das längst vorhanden ist.

Wie ich Veränderung betrachte

Ich möchte verstehen, was das Eigentliche ist, um das es in Ihrer Organisation geht.

Die Antworten darauf sind meistens schon greifbar. Verteilt in den Menschen, in Gesprächen hinter vorgehaltener Hand, in Beobachtungen, die noch niemand laut gesagt hat.

Meine Aufgabe ist es, einen Raum zu schaffen, in dem das Vorhandene hörbar werden kann.

Veränderungsprozesse scheitern selten daran, dass die Menschen nicht bereit wären. Sie scheitern häufiger dort, wo Zielkonflikte ungelöst bleiben, wo niemand mehr sagt, was er wirklich denkt, oder wo eine Organisation erst reagiert, wenn der Handlungsspielraum schon eng geworden ist. Auf diese Muster schaue ich, wenn ich mit einer Organisation arbeite.

Wie ich arbeite

Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie Organisationen mit technologischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen umgehen, ohne ihre innere Orientierung zu verlieren.

Was ich einbringe, stammt aus verschiedenen Quellen, die für mich zusammenhängen.

Eine Quelle fußt auf einem methodisches Fundament in systematischer Innovationsarbeit. Es ist ein Methodenkoffer, der besonders dann nützt, wenn es keine offensichtlichen Lösungen zu geben scheint. Häufig liegt dann ein Widerspruch vor: zwei legitime Anforderungen, die sich gegenseitig ausschließen. Wer den Widerspruch benennt und löst, statt ihn zu umgehen, kommt schneller zu tragfähigen Lösungen.

Die andere Quelle ist die Beschäftigung mit der Frage, was Menschen im positiven Sinne ausrichtet, in Bewegung hält, auch unter Druck. Was gibt Orientierung, wenn Anspannungen steigen und der Blick verschwimmt? Was ermöglicht echte Zusammenarbeit in stressigen Situationen? Dafür habe ich neben meiner Beratungsarbeit Ausbildungen in Achtsamkeit und sinnzentrierter Motivationsarbeit absolviert.

Beides verbindet die Überzeugung, dass komplexe Situationen selten einfache Antworten brauchen, sondern bessere Fragen.

Woran ich glaube

Ich glaube, dass echte Veränderung von innen kommt. Wenn Konflikte angesprochen werden können, wenn Menschen Ideen ohne Angst einbringen, sagen, was ihnen aufgefallen ist und wenn Entscheidungen Vertrauen schaffen statt Unsicherheit, dann entsteht eine Kraft, die die Menschen und die Organisation schützt und weiterbewegt.

Innovation und Menschlichkeit sind dabei keine Gegensätze. Sie bedingen einander.

Beides wächst, wo Menschen lernen, Veränderung gemeinsam verstehbar, gestaltbar und verantwortungsvoll umsetzbar zu machen.